Alles Liebe?
Gleichgültigkeit, Distanz, Wut - oder Liebe? Welche Gefühle haben Studierende heute gegenüber ihrer Hochschule, ihrem Studium? Oder ist ein Studium heute eine zweckrationale, kühle Angelegenheit? Gefühle in Bildern: Mit seinem 25. Plakatwettbewerb für Design-Studierende zielt das Deutsche Studentenwerk ins Herz. Studierende der Studiengänge Grafik-Design, Visuelle Kommunikation oder Kommunikationsdesign sind eingeladen, mit Plakaten Gefühl zu zeigen. Es winken Geldpreise in Höhe von 5.500 Euro, und die 30 besten Plakate gehen auf Tour durch die Studentenwerke in ganz Deutschland. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.[mehr]
[Aussschreibung]
[Pressemitteilung]
Nationales Stipendienprogramm: Darum geht's
3% der Studierenden in Deutschland erhalten ein Stipendium. Die Bundesregierung will das mit einem nationalen Stipendienprogramm ändern; 8% der Studierenden sollen künftig ein Stipendium von 300 Euro im Monat erhalten. Die Hälfte kommt vom Staat, die andere Hälfte sollen die Hochschulen bei Unternehmen, Alumni oder Privaten einwerben. Die Stipendien sollen in erster Linie nach Begabung und Leistung vergeben werden, aber auch gesellschaftliches Engagement kann eine Rolle spielen. Das Vorhaben wird kontrovers diskutiert. Wir haben das Gesetz, das am 1. August 2010 in Kraft getreten ist, analysiert[Gesetz zum Download (3 Seiten)]
Das könnte sich beim BAföG ändern
670 Euro BAföG im Monat soll es ab Herbst 2010 für Studentinnen und Studenten im Maximum geben, heute liegt der Höchstsatz bei 648 Euro im Monat. Die Bundesregierung will aber nicht nur die Bedarfssätze, sondern auch die Freibeträge aufs Elterneinkommen erhöhen – dann können mehr Studierende gefördert werden. Stipendien bis 300 Euro im Monat sollen nicht mehr aufs BAföG angerechnet werden, die Altersgrenze soll für Master-Studierende auf 35 Jahre angehoben werden. Als Leistungsnachweise sollen in Zukunft auch ECTS-Punkte anerkannt werden. Diese und viele weitere Änderungen plant die Bundesregierung mit der inzwischen 23. Novelle des Bundesausbildungsförderungsgesetzes. Die Entscheidung des Vermittlungsausschusses am 14. September 2010 wird mit Spannung erwartet.[zur Übersicht]
[Gesetzentwurf zum Download (54 Seiten)]
Bewahr‘ dir deine Identität…
…fordert Marie-Claire Nun von der der Hochschule Augsburg. Mit diesem Plakat gewann die Design-Studentin den 24. Plakatwettbewerb des Deutschen Studenten-werks. Das Motto: „Studium Digitale – Chancen und Risiken“.318 Design-Studierende beteiligten sich bundesweit an dem Wettbewerb, der im Wintersemester 2009/2010 ausgelobt worden war. Sie reichten 472 Plakate ein, die sich mit dem digitalen Studium und der zunehmenden Virtualisierung des studentischen Lebens auseinander-setzen. Viele Designerinnen und Designer stehen dem Internet und dem Web 2.0 offenbar skeptisch bis kritisch gegenüber, denn die meisten Plakate visualisieren eher die Risiken und Suchtpotenziale als die Chancen und den Lustgewinn.
Fotostrecke auf Spiegel-Online
Pressemitteilung
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Neue Sozialerhebung: "Das Bild ist uneinheitlich"
Wie ist es um die soziale und wirtschaftliche Lage der 2,1 Millionen Studierenden in Deutschland bestellt? Für Rolf Dobischat, den Präsidenten des Deutschen Studentenwerks (DSW), zeichnet die neue DSW-Sozialerhebung kein einheitliches Bild. „Man muss nach Gruppen der Studierenden und nach ihrer sozialen Herkunft differenzieren“, sagt Dobischat im Interview. Beispiel Studiengebühren: Sie belasten vor allem Studierende aus hochschulfernen, einkommensschwächeren Familien. Studierende mit diesem sozialen Hintergrund müssen mehr jobben und nehmen häufiger ein Studiengebühren-Darlehen in Anspruch als ihre Kommilitonen aus einkommensstarken, hochschulnahen Milieus. Beispiel Zeitaufwand: Im Schnitt haben Studierende, Studium und Nebenjob zusammengenommen, eine 44-Stunden-Woche. Aber fast jeder Dritte muss mehr als 50 Stunden in der Woche für Studium und Job aufwenden.[Das vollständige Interview]
Akademiker unter sich
Sage mir, wer Deine Eltern sind… Ob jemand studiert oder nicht, hängt in Deutschland stark vom Bildungsstatus der Eltern ab, vor allem davon, ob sie selbst schon studiert haben. Das ergibt die neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Von 100 Akademiker-Kindern studieren 71, von 100 Nicht-Akademiker-Kindern schaffen nur 24 den Sprung an die Hochschule. Kinder von Beamten mit Hochschulabschluss studieren fast viermal so häufig wie Arbeiterkinder. „Die Akademiker reproduzieren sich selbst“, sagt Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, „von sozial offenen Hochschulen sind wir in Deutschland weit entfernt.“
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Studiengebühren bezahlen: Eltern oder jobben
Für weit mehr als die Hälfte der Studierenden, die Studiengebühren bezahlen müssen, zahlen die Eltern. 30% der Gebührenzahler jobben, um sich das Geld für die Gebühren zu verdien. Nur 11% nehmen ein Studiengebühren-Darlehen in Anspruch. Dies geht aus der neuen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hervor. In der Studie ist zum ersten Mal dargelegt, wie die betroffenen Studierenden die Gebühren bezahlen. Sie belasten vor allem Studierende aus hochschulfernen, einkommensschwächeren Familien. Studierende mit diesem sozialen Hintergrund jobben mehr als ihre Kommilitonen aus hochschulnahen, einkommensstarken Familien, und sie nehmen häufiger ein Studiengebühren-Darlehen in Anspruch.
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